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 Kinderwunsch
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Kinderwunsch

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Schritte bis zur Schwangerschaft

1. FSH stimuliert
in der ersten Zyklushälfte das Wachstum und die Entwicklung meist
nur eines Eibläschens (Follikel)
in einem der Eierstöcke.
In dem Eibläschen selbst reift die Eizelle heran. Zudem produziert
auch das Eibläschen Hormone (Östrogene),
welche das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut anregen
(Abb. 2).
2. Ist eine Eizelle fertig herangereift, löst ein plötzlicher
Anstieg des LH den Eisprung
bei einem regelmäßigen Zyklus um den 14. Zyklustag aus. Das
Eibläschen platzt dabei auf, und die befruchtungsfähige Eizelle
wird in den Eileiter entlassen.
Der Rest des Eibläschens wandelt sich zum so genannten Gelbkörper um,
der ebenfalls ein Hormon, das Progesteron,
aussendet, welches die Gebärmutter auf
eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet.
3. Die Eizelle wandert im Eileiter Richtung Gebärmutter und
wird noch im Eileiter befruchtet. Von den vielen Samenzellen
(Spermien), die diese Stelle erreichen, schafft es immer nur eine,
die schützende Hülle der Eizelle zu durchdringen. Die Erbanlagen
von Vater und Mutter verschmelzen daraufhin miteinander – ein neues
Leben entsteht. Nun spricht man von einem Embryo.
4. Im Laufe der ersten Zellteilungen wandert
der Embryo in Richtung Gebärmutter. Kurz bevor er sich
dort einnistet, muss er aus der Eihülle schlüpfen.
5. Frühestens sechs Tage nach der Befruchtung beginnt die
eigentliche Einnistung in die nährstoffreiche Schleimhaut der
Gebärmutter.
Auch der Embryo und später der Mutterkuchen (Plazenta)
geben Hormone frei,
die in erster Linie schwangerschaftserhaltend wirken. Bleibt eine
Befruchtung aus, oder kann sich der Embryo nicht einnisten, wird
die Gebärmutterschleimhaut als
Monatsblutung wieder abgestoßen. Der Zyklus beginnt von
neuem.
Obwohl die Hormone gleich
einem Staffellauf gut aufeinander abgestimmt wirksam werden, ist
eine erfolgreiche Schwangerschaft nicht selbstverständlich. Die
Schwangerschaftsrate pro Monatszyklus liegt bei regelmäßigem
ungeschützten Geschlechtsverkehr nur bei etwa 20 bis 30 Prozent.
Die Gründe für den „geringen“ Erfolg sind vielfältig. So können zum
Beispiel die Reifung der Eizelle oder das Zusammenspiel der Hormone
gestört sein. Manchmal verläuft auch die Zellteilung des Embryos fehlerhaft,
sodass sich dieser nicht in der Gebärmutterschleimhaut einnisten
kann.
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