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Kinderwunsch
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![]() Psychische Ursachen - Kann die Seele "Nein" sagen? Gerade wenn keine körperlichen Ursachen für die Kinderlosigkeit gefunden werden können, wird oft eine seelische Belastungsreaktion als Hintergrund gesehen. Obwohl hierzu keine wissenschaftlichen Belege vorliegen, kann in sehr extremen Situationen die psychische Belastung so stark sein, dass der Körper eine Schwangerschaft „verweigert“. Die Erfahrung, nicht schwanger geworden zu sein, obwohl man alles dafür getan hat, führt häufig zu Frustrationen. Auch Gefühle des Versagens und Selbstvorwürfe stellen sich ein. Oft wird zudem in Unkenntnis die Unfruchtbarkeit zunächst der Frau zugerechnet, die sich dann mit ihrer persönlichen „Schuld“ allein gelassen sieht. Diese negative Stimmung und der sich steigernde Erwartungsdruck sorgen für anhaltenden Stress und innere Unruhe. Auch beim Mann kann der unerfüllte Kinderwunsch und das vergebliche Warten auf Dauer seine Spuren hinterlassen. Der Druck, dass sich trotz allen Wollens kein Kind zeugen lässt, kann ebenfalls zu Selbstzweifeln führen. Das Auftreten immer wiederkehrender Fragen und Gedanken, die sich im Kreise drehen, ist in dieser Situation als normale Reaktion zu verstehen. Dem Teufelskreis von bedrückter Seele und Versagen in der Fruchtbarkeit oder Zeugung zu entkommen, ist nur dann möglich, wenn die Partner sich darüber austauschen oder Hilfe beim Arzt oder Psychologen suchen. Das Ziel ist es dabei, die Einstellung und die Gefühle des Partners besser kennen, verstehen und respektieren zu lernen. Ist die Bereitschaft da, sollten alle Ängste und Empfindungen angesprochen werden, die an der Seele nagen, ohne damit einen Vorwurf an den anderen zu verbinden. Viele Paare berichten, dass sich ihr sexuelles Leben nachteilig verändert hat, seitdem sie besonders intensiv versuchen, eine Schwangerschaft zu erreichen. Oft wird dann die Lust zum „Frust“. Um Ihre gemeinsame und eigene Einstellung zu dem Problem Kinderlosigkeit auf sachlicher Ebene besprechen zu können, kann die Beantwortung einiger Fragen Ihre Wünsche und Bedürfnisse im Hinblick auf ein gemeinsames Kind klären: 1. Warum wünschen wir uns eigentlich jetzt ein Kind? 2. Was bedeutet ein Kind für unsere Partnerschaft? 3. Was hat sich in unserer Beziehung geändert, seitdem es nicht „klappt“? 4. Wie erleben wir unsere Sexualität? 5. Wie kann ein Leben ohne Kind für uns aussehen? 6. Wie stehen wir zu einer Adoption? Die Erörterung von Fragen, die die Gefühlswelt betreffen, sind ebenfalls ein ganz normaler Teil des ärztlichen Gesprächs. Zusätzlich stehen in vielen Kliniken und Praxen Psychologen bereit, um Sie bei der inneren Klärung mit ihrer Erfahrung zu begleiten. Weiter können Sie sich an den Verein WUKI-KIWU www.wuki-kiwu.at wenden, der Ihnen ebenfalls gern Hilfestellung gibt. Gespräche mit anderen helfen oft bei der Problemlösung! |
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