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Kryokonservierung

Welche Vorteile bietet die Inanspruchnahme der Kryokonservierung ("Einfrieren") von Eizellen im Vorkernstadium für Paare einer IVF- oder ICSI-Behandlung?

Welche Vorteile bringt die Kryokonservierung?




Welche Vorteile bietet die Inanspruchnahme der Kryokonservierung ("Einfrieren") von Eizellen im Vorkernstadium für Paare einer IVF- oder ICSI-Behandlung?
Obwohl die Schwangerschaftsraten in den so genannten Kryozyklen, das heißt unter Verwendung von zuvor eingefrorenen und dann wieder aufgetauten Eizellen, im Schnitt niedriger sind als die Schwangerschaftsraten in Zyklen mit frisch gewonnenen Eizellen (Punktionszyklen), bietet die Verwendung von eingefrorenen Eizellen im Vorkernstadium verschiedene Vorteile: - Durch die deutlich niedrigere Stimulation kommen Überstimulationssyndrome im Gegensatz zu den so genannten Punktionszyklen quasi nicht vor. - Der Patientin wird die zeitaufwendige und belastende Stimulation zum größten Teil erspart, unter anderem auch, weil seltener Kontrollen beim behandelnden Arzt notwendig sind. - Die Eizellentnahme, die meist eine Narkose erforderlich macht, entfällt. - Nicht zuletzt bewirkt der Wegfall der intensiven hormonellen Stimulation eine entscheidende Kostenersparnis.

Welche Vorteile bringt die Kryokonservierung?
Unter Kryokonservierung versteht man im Allgemeinen das Einfrieren von biologischem Material. Im Rahmen einer künstlichen Befruchtung kann es durchaus nützlich sein, Samenzellen oder (befruchtete) Eizellen bis zum Zeitpunkt der Behandlung einzufrieren. Beim Mann macht eine solche Kryokonservierung zum Beispiel dann Sinn, wenn befruchtungsfähige Samenzellen vor der eigentlichen IVF-/ICSI-Behandlung zunächst operativ aus dem Hoden oder Nebenhoden entnommen werden müssen. Ein zwischenzeitliches Einfrieren erleichtert dann die Organisation der Behandlung. Werden bei einer Frau bei einer Follikelpunktion im Rahmen einer künstlichen Befruchtung relativ viele Eizellen gewonnen, stellt sich auch hier die Frage einer Kryokonservierung, da pro Embryotransfer im Durchschnitt nicht mehr als maximal zwei Embryonen eingesetzt werden. Überzählige Eizellen können dann im so genannten Vorkernstadium (auch Pronukleus-Stadium), also definitionsgemäß vor dem eigentlichen Entstehen neuen Lebens, kryokonserviert werden. Tritt also keine Schwangerschaft nach IVF mit Eizellentnahme ein, kann in einem folgenden Zyklus mit gegebenenfalls leichter Stimulation ein Einsetzen von kryokonservierten Eizellen durchgeführt werden. Berücksichtigt werden muss dabei allerdings, dass nicht 100 Prozent der eingefrorenen Eizellen das Auftauen überleben. Die Überlebenschance schwankt laut Literatur zwischen 60 bis 86 Prozent. Die Schwangerschaftsrate nach Kryokonservierung schwankt ebenfalls und ist möglicherweise geringfügig niedriger als in Zyklen mit direkt gewonnenen Eizellen. Demgegenüber stehen allerdings deutliche Vorteile, da die Schwangerschaftsrate pro Follikelpunktion ohne weitere Belastung der Patientin durch Hormongabe oder operativen Eingriff gesteigert werden kann.



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Letzte Änderung:02.08.2010