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Persönlich gestaltete Behandlung

Was ist eine persönlich gestaltete Behandlung, und warum ist sie so erfolgreich?

Dazu müssen wir uns zuerst ansehen, wie und warum sich künstliche Befruchtungsmethoden im Lauf der letzten rund 20 Jahre verändert haben.

Variabilität anderer Behandlungen

Viele Variablen beeinflussen die Fähigkeit, schwanger zu werden, und nur einige davon lassen sich den Fruchtbarkeitsmedikamenten zuschreiben, die eingesetzt werden. Erstens hängt der Erfolg in Bezug auf eine Schwangerschaft von einer Vielzahl an Faktoren ab, wie etwa: 

  • Alter der Patienten
  • Art des Unfruchtbarkeitsproblems
  • Labortechniken (beeinflussen die Anzahl an verfügbaren Embryonen)
  • Embryo-Transfertechnik
  • Embryo-Uterus-Kompatibilität
  • Art der medikamentösen Stimulation (beeinflusst die Anzahl an gewonnenen Oozyten oder Eizellen)
Im Lauf der Jahre haben sich Verbesserungen an Arzneimitteln, die FSH (Follikel stimulierendes Hormon) enthalten, auf die Kontrolle dieser Variablen konzentriert, um die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft zu erhöhen, zum Beispiel:

  • Die Eliminierung verunreinigter Proteine
  • Eine signifikante Verbesserung bei der Konsistenz der einzelnen Gaben
  • Eine drastische Verbesserung bei der spezifischen Aktivität
  • Ein deutlicher Zuwachs beim Reinheitsgrad
  • Die Eliminierung infektiöser Risiken
Zwei Aspekte der künstlichen Befruchtung sind für die Verbesserung der Stimulation der Eierstöcke, und damit der Chancen von Patienten, schwanger zu werden, wesentlich:

   1.  Effektive Medikamente für eine präzise Kontrolle der Stimulation der Eierstöcke.
   2.  Die Möglichkeit, die Behandlung den individuellen Bedürfnissen der Patienten anzupassen.

Letzteres hat in den vergangenen rund 20 Jahren eine echte Veränderung bewirkt, und darin liegt gegenwärtig auch die Zukunft der Behandlung von Unfruchtbarkeit.  Bis in die frühen 1980er Jahre wurden diese Hormone einzig und allein aus dem Urin von Frauen nach den Wechseljahren gewonnen und gereinigt. Tausende von Paaren setzen Hormone, die auf diese Art hergestellt werden, erfolgreich ein. Seit den frühen 80ern gab es jedoch zwei bedeutende Entwicklungen in der Hormonherstellung, die dazu beigetragen haben, Behandlungen patientenspezifischer zu gestalten und höhere Schwangerschaftserfolgsraten zu erzielen. Diese beiden Schlüsselentwicklungen sind:

Rekombinante Technologie

In den frühen 1980er Jahren entdeckte man, dass Hormone durch ein Verfahren unter Einbindung rekombinanter Desoxyribonukleinsäure (DNS) hergestellt werden könnten. Diese Entdeckung, auch bekannt als rekombinante Technologie, war der Katalysator für einen neuen Schwerpunkt in der Behandlung von Unfruchtbarkeit. Während sie konsistent und leichter zu steuern ist als die Extraktion und Reinigung, erfordert sie massive Investitionen in hochkomplexe Technologien, um dieses Ziel zu erreichen. Mehr dazu

Filled By Mass

Die zweite jüngste Entwicklung ist ein neues Herstellungsverfahren für rekombinante Hormone, genannt „Filled by Mass“. Das Verfahren „Filled by Mass“ meint, dass die älteren Verfahren, die auf Versuchen mit lebenden Ratten beruhten, nunmehr durch genauere Methoden ersetzt werden können, die darauf beruhen, dass der Wirkstoff nun nach Gewicht in Mikrogramm abgefüllt werden kann, wodurch das Endprodukt eine höhere Konsistenz aufweist. Mehr dazu

Zeitlinie: Fortschritte in der Hormonherstellung





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Letzte Änderung:20.04.2009