HomeMerck SeronoKontaktFachbegriffeLiteraturKinderwunschzentrenSucheÜbersicht

 Kinderwunsch MenuKinderwunsch
 Erste Schritte MenuErste Schritte
 Behandlung MenuBehandlung
 Service MenuService

Behandlung

  Hormontherapie
  Künstliche Samenübertragung
  Befruchtung außerhalb des Körpers
  Voraussetzungen
  Vorbereitungsphase
  Stimulationsphase
  Vorgehen
  Nachbehandlung
  Chancen und Risiken
  Persönliche Behandlung
  Kosten
  Rechtliche Grundlagen
  Fragen an Ihren Arzt


Vorgehen

Eisprung und Eizellentnahme

Sind die Eizellen in den Eibläschen fertig ausgereift, wird das Fruchtbarkeitshormon abgesetzt. Durch das Hormon hCG (humanes Choriongonadotropin) wird nun die Eizelle auf den Eisprung vorbereitet. HCG kann die Rolle von LH im natürlichen Zyklus übernehmen. Nach zirka 36 Stunden werden mit Hilfe einer langen Nadel die Eizellen kurz vor dem Eisprung aus den Eibläschen entnommen (Follikelpunktion).

Eizellentnahme

HCG (humanes Choriongonadotropin) wird entweder aus dem Urin von schwangeren Frauen gewonnen oder neuerdings auch rein biotechnologisch hergestellt. 

Die vorzeitige Entnahme ist notwendig, weil die Eizelle nach dem Eisprung unerreichbar in den Eileiter entschwinden würde. Der ultraschallkontrollierte Eingriff erfolgt durch die Scheide. Zur Erleichterung wird Ihnen ein Schmerz- oder Beruhigungsmittel oder eine Narkose verabreicht. Nach der Punktion können leichte Schmerzen und geringe Blutungen auftreten.

In seltenen Fällen muss die Eizellentnahme durch eine Bauchspiegelung erfolgen.

Befruchtung

Für die Befruchtung der Eizelle wird noch am gleichen Tag frischer Samen von Ihrem Partner benötigt. Die Masturbation ist manchmal nicht ohne weiteres und auf „Befehl“ möglich. Es ist daher wichtig, frühzeitig auf das „Problem“ der Samengewinnung einzugehen, so dass Ihr behandelndes Zentrum rechtzeitig eine Lösung dafür finden kann. Die Samenflüssigkeit wird im Labor so aufbereitet, dass die Befruchtungsfähigkeit der enthaltenen Spermien optimal ist. Nun werden Ei und Samenzelle in einer Nährflüssigkeit in einem Glasschälchen vereint und im Brutschrank für 24 Stunden kultiviert. Anschließend werden maximal drei befruchtete Eizellen zum weiteren Heranreifen weiter im Brutschrank kultiviert.

Übrig gebliebene, befruchtete Eizellen, bei denen eine Verschmelzung der Erbanlagen noch nicht stattgefunden hat, können für spätere Zyklen eingefroren werden (Kryokonservierung).

Übertragung der Embryonen

Die Übertragung von maximal drei Embryonen in die Gebärmutterhöhle geschieht mit Hilfe eines dünnen, biegsamen Kunststoffschlauches, der über die Scheide in die Gebärmutterhöhle geschoben wird. Die Übertragung ist nicht schmerzhaft. Je mehr Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt werden, desto höher ist auch das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft.

Embryoschlüpfhilfe (Assisted Hatching)

Unter bestimmten Bedingungen (zum Beispiel mehrfach erfolglose Embryonenübertragung) wird versucht, die Chance für eine Schwangerschaft zu erhöhen, indem dem Embryo das Schlüpfen aus der Eihülle erleichtert wird. Dabei wird, unmittelbar bevor der Embryo in die Gebärmutter eingesetzt wird, in seine äußere Hülle mit einem Laser eine kleine Öffnung geritzt. Eine Verbesserung der Erfolgsaussichten durch diese Methode ist bisher wissenschaftlich allerdings nicht belegt.

Mikroinjektion

ICSI = Intracytoplasmatische Spermieninjektion 

Ist die Beweglichkeit und die Menge der Spermien eingeschränkt, bietet sich eine weitere Form der IVF-Behandlung an. Auch hier werden zunächst über eine Hormonstimulation und Follikelpunktion mehrere Eizellen gewonnen. Da eine geringe Anzahl an beweglichen Spermien die Befruchtung im Glasschälchen in Frage stellt, muss eine andere Methode gewählt werden. Unter einem speziellen Mikroskop wird ein einzelnes Spermium in eine sehr feine hohle Glasnadel aufgesogen und direkt in die Eizelle eingebracht.

Intracytoplasmatische Spermieninjektion

Diese Mikroinjektion ahmt somit den natürlichen Vorgang des Eindringens einer Samenzelle in die Eizelle nach. Das Verschmelzen der Zellkerne von Samen und Eizelle wird hierdurch nicht beeinflusst. Hat eine Befruchtung und Zellteilung stattgefunden, wird der Embryo, wie bei dem IVF-Verfahren, nach zwei Tagen in die Gebärmutter eingesetzt.

Operative Spermiengewinnung

In bestimmten Fällen (zum Beispiel bei einem Verschluss der Samenleiter) finden sich im Ejakulat überhaupt keine Spermien. Trotzdem ist es möglich, Spermien direkt aus dem Hoden (TESE = Testikuläre Spermienextraktion) beziehungsweise Nebenhoden (MESA = Mikrochirurgische Epididymale Spermienaspiration) zu gewinnen. Dabei werden durch einen kleinen operativen Eingriff Gewebeproben entnommen, die zumeist Spermien enthalten.

Das Einfrieren von Eizellen (Kryokonservierung)

Wenn im Rahmen der IVF-Behandlung die Spermien in mehr als drei Eizellen eingedrungen sind, aber noch keine Verschmelzung der Erbanlagen stattgefunden hat, besteht die Möglichkeit, diese Eizellen (im Vorkernstadium) durch Einfrieren mehrere Jahre aufzuheben. Der Vorteil besteht darin, dass die Hormonstimulation und die Eizellgewinnung nicht wiederholt werden müssen, wenn bei einem behandelten Zyklus keine Schwangerschaft eingetreten ist. Das Verfahren ist bewährt und sicher, führt aber zu einer niedrigeren Schwangerschaftsrate. Es ist daher wichtig, dass Sie im Vorfeld der IVF-Behandlung abklären, ob die möglicherweise „überzähligen“ Eizellen im Vorkernstadium (keine Embryonen) eingefroren werden sollen.

Die Schritte der IVF-Behandlung – Eine Übersicht

Vorbereitungs-
phase
Stimulations-
phase
Eisprung,
Eizellentnahme,
Übertragung
Luteal-
phasen-
stützung
1. Eventuell Drosselung der körpereigenen Fruchtbarkeits-
hormone, um den Zyklus der Frau optimal auf die Hormonstimulation einzustellen
2. Mehrere Eizellen werden durch eine hormonelle Stimulation in den Eierstöcken zur Reife gebracht3. Der Eisprung wird ausgelöst

4. Eizellentnahme

5. Befruchtung der Eizelle im Glasschälchen

6. Reifung der Embryonen im Brutschrank

7. Übertragung der Embryonen in die Gebärmutter
8. Verbesse-rung der Einnistungs-bedingungen durch Hormongabe
MedikamenteMedikamenteMedikamenteMedikamente
GnRH-AgonistenGnRH-Antagonisten oder
hMG (urinär) oder
FSH (biotechnologisch
hergestellt) oder
FSH + LH (biotechnologisch hergestellt)


  To Top Of Page
© 2008 Merck Serono Austria GmbH
Ein Unternehmen der Merck Serono S.A.
Die Rechtserklärung und Bedingungen zur Benutzung dieser Seite finden Sie in unserem Impressum.
Link to Serono Corporate Site
Letzte Änderung:20.04.2009