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Alkohol und Marihuana

Während sich Gesundheitsbehörden darüber einig sind, dass übermäßiger Alkoholkonsum die Empfängnis beeinträchtigen kann, ist nach wie vor unklar, welche Auswirkungen moderater Konsum hat. Dasselbe gilt für Marihuana. Mediziner raten Paaren oft, in Bezug auf Substanzen, die deren Chancen auf eine Empfängnis möglicherweise beeinträchtigen könnten, auf Nummer sicher zu gehen und diese gänzlich zu vermeiden.

Einige Studien besagen, dass die Chancen einer Frau, schwanger zu werden, umso stärker sinken, je höher der Alkoholkonsum über der Grenze von einem oder zwei Gläsern pro Tag liegt. Eine 1998 veröffentlichte dänische Studie besagt, dass Frauen mit hohem Alkoholkonsum länger brauchen, um schwanger zu werden, während keine Studie zu dem Schluss kommt, dass mäßiges Trinken die weibliche Fruchtbarkeit wesentlich beeinträchtigt.  Andererseits legte eine in „Fertility und Sterility“ veröffentlichte Studie offen, dass die Fruchtbarkeit bereits bei Frauen, die im Durchschnitt nur einen alkoholisches Getränk pro Tag konsumierten, abnahm.

Jüngere Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass der Konsum von Marihuana nicht nur die Fähigkeit von Spermien behindert, Eizellen zu befruchten, sondern dass hohe Konzentrationen von THC (der psychoaktiven Substanz in Marihuana) strukturelle Schäden an Spermien anrichten können, wenn sie sich mit der Eizelle der Frau verbinden.  Die meisten Studien bezogen sich jedoch auf „starke“ Marihuanakonsumenten, und einige Forscher sagen, es sei noch immer unklar, wie sich gelegentlicher Marihuanakonsum auf die Fruchtbarkeit auswirken könnte.

Es ist jedenfalls zu bedenken, dass starker Konsum von Alkohol und/oder Marihuana das sexuelle Verlangen reduzieren kann.

Ihr Arzt kann Ihnen am besten dabei helfen, Entscheidungen bezüglich Ihres Lebensstils zu treffen, welche die Behandlung ergänzen und den Weg für eine gesunde Schwangerschaft ebnen.


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Letzte Änderung:20.04.2009