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Möglichkeiten der medizinischen Behandlung
So hilfreich heute die Behandlung der
Unfruchtbarkeit ist, sie erfordert viel Zeit und einiges an Geduld
und Durchhaltevermögen. Vor allem das Wechselbad der Gefühle
zwischen Bangen und Hoffen kann sehr belastend wirken. Neben aller
Hoffnung müssen Sie sich auch darauf einstellen, dass die Therapie
eventuell nicht anschlägt.
Um die Enttäuschung abzumildern, sollten Sie gemeinsam über
Alternativen in der Lebensplanung (zum Beispiel Adoption)
nachdenken. So kann eine Adoption oder die Annahme eines
Pflegekindes eine Möglichkeit sein, Eltern zu werden. Steht der
Wille voran, einem Kind Liebe und Fürsorge zu geben, verliert sich
auch der Gedanke, dass das adoptierte Kind genetisch nicht verwandt
ist. Selbst leibliche Eltern werden erst zu richtigen Eltern, wenn
sie ihr Kind umsorgen und ihm viel Zuwendung geben.
Vor der Behandlung steht immer eine intensive
Aufklärung
Bevor Sie sich für eine Behandlung entscheiden, sollten Sie sich
gut aufgeklärt und informiert fühlen. Neben der ärztlichen
Aufklärung ist es empfehlenswert, sich im Vorfeld zum Beispiel mit
einer Selbsthilfegruppe in Verbindung zu setzen. Hier erhalten Sie
nicht nur Auskunft, sondern auch Verständnis für mögliche Bedenken
und Ängste.
Die Behandlungswege
Die medizinische Behandlung der ungewollten Kinderlosigkeit
beschreitet je nach Ursache und Voraussetzung sehr unterschiedliche
Wege.
Behandlungswege in der Übersicht
| Welche
Methode? | | Hormontherapie
mit Medikamenten
| o Ungleichgewicht der Hormone
o Störung der Eizellreifung und/oder des Eisprungs
o Störung der hormonellen Hodenfunktion
| Künstliche Samenübertragung in die
Gebärmutter (Insemination)
| o Eingeschränkte
Samenfunktion
o Immunreaktionen gegen Samenzellen
o Störung des Gebärmutterhalses
o Unfruchtbarkeit ohne erkennbare Ursache
| Befruchtung außerhalb des Körpers
(IVF)
| o Funktionsstörung an den Eileitern
o Eingeschränkte Samenfunktion
o Endometriose
o Unfruchtbarkeit ohne erkennbare Ursache
| Injektion einer Samenzelle in eine
Eizelle (ICSI).
Nachfolgend Übertragung des Embryos in die Gebärmutter
| o Stark eingeschränkte
Samenfunktion
| | Operative Spermiengewinnung aus dem
Hoden oder Nebenhoden (TESE/MESA) | o Funktionsstörung der Samenleiter
beziehungsweise des Hodens
o Keine Samenzellen im Ejakulat |
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